Mittwoch, 1. Oktober 2014

[Rezension] "Herr Hasemann auf Wolke 7" von Silke Schütze


Seiten: (ca.) 124
ISBN: eBook 978-3-95520-637-6


2. Geschichte über die Eheleute Hasemann


rezensiert für Blogg dein Buch

Vielen Dank für die Bereitstellung des Buches.


Inhalt
Josefine Hasemann ist eine spontane und lebenslustige Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht. Ihr Mann Gerd ist eher der Ruhepol in der Ehe der Hasemanns. Er ist berechenbar und Spontaneität ist für ihn eher ein Fremdwort.
Eines Tages jedoch schwingt Herr Hasemann alleine das Tanzbein, als er sich unbeobachtet fühlt - Frau Hasemann ahnt, dass da etwas nicht stimmt und als ihr Mann dann auch noch vorschlägt, dass man ja ganz spontan in den Urlaub fahren könnte, brennen bei Frau Hasemann alle Sicherungen durch. Denn sie ist sich sicher: Herr Hasemann hat eine andere.

Meine Meinung
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und es fällt einem leicht sich in die Geschichte fallen zu lassen.
So verwundert es auch kaum, dass ich schnell mit Frau Hasemann mitfühlte und mein Groll auf Herrn Hasemann wuchs und wuchs, denn auch die Kapitel, in denen man Herrn Hasemann begleitet, lassen nur einen einzigen Schluss zu: Herr Hasemann ist einer anderen Frau nicht abgeneigt. 
Dass die Kapitel abwechselnd zwischen Frau und Herrn Hasemann wechselten empfand ich nicht als störend. Es war interessant die Gedanken und Gefühle der beiden Eheleute mitzubekommen - auch wenn man aus Herrn Hasemann nicht unbedingt schlau wird. 
Einzige Kritikpunkte sind erzählerische Fehler, die nicht unbedingt hätten sein müssen. 
So erzählt Frau Hasemann, dass ihre Tochter Julia den Hochzeitstag der Eltern nicht mitfeiern könne, da sie mit ihrem Freund an die Ostsee fahren wolle. Einige Seiten später hat ebendiese ein schlechtes Gewissen, weil sie ihren Eltern eine Notlüge auf den Tisch bringen musste und und erzählt hat, dass sie genau am Hochzeitstag arbeiten müsse - jedoch in Wirklichkeit zur Ostsee fährt.
Ein ähnlicher Fehler findet sich am Ende des Buches. Erst öffnet Frau Hasemann dort ihre Futtertüte, als sie bei der Pferdekoppel des Streichelzoos steht und dann lässt sie diese doch geschlossen, da das Futter ja für die Ziegen und nicht für die Pferde ist. 
Wie gesagt, sind es kleine erzählerische Fehler, die nicht weiter störend sind, aber sie hätten vermieden werden können. 
Sehr schön finde ich persönlich die im Anhang befindlichen Rezepte und auch, dass die im Buch erwähnten Gedichte im gesamten dort zu finden sind.


Fazit

Eine schöne Geschichte für zwischendurch, in der sich Paare sicherlich hier und da wieder finden.

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