Donnerstag, 3. Juli 2014

[Kindermund] Frühzeitige Familienplanung und ein ausgeprägter Hang zum sparen

Sohnemann hat klare Vorstellungen von seiner Zukunft.
Wenn er groß ist, dann wird er Feuerwehrmann.
Danach heiratet er Julia. Die wird natürlich Kindergärtnerin - so wie ihre Mama auch. Zumal das ist ja super, denn dann kann Julia nicht nur auf fremde Kinder aufpassen sondern auch später auf die eigenen.
Denn Sohnemann und Julia werden zwei Kinder bekommen. 
Einen Jungen und ein Mädchen.
Das steht schon fest. Ganz klarer Fall.

Ach und das Haus in das sie einziehen werden, das haben die zwei auch schon klar im Blick. Der Bauernhof von Klaudi - einer anderen Erzieherin aus dem Kindergarten. 
Der ist ja eh viel zu groß für Klaudi und ihren Mann - da kann sie ruhig ein wenig Platz für die zwei machen.

So weit so gut - diese Hirngespinste hinsichtlich der eigenen Zukunft hat jeder Mal - egal ob Kind oder Erwachsener. 
Tochterkind hatte mit 5 auch ganz klare Vorstellungen - Busfahrerin, 1 Kind, nur der Mann hat bei ihr damals irgendwie gefehlt. 
Doch Sohnemann geht seit gut einem halben Jahr noch weiter. 
Denn er plant schon weiter. 
Er denkt schon jetzt an seinen Geldbeutel und versucht wo er nur kann zu sparen. 

Bei jedem Teil, das aussortiert wird - kaputte Hose, kaputte Socken, zu klein gewordenes T-Shirt, Bettwäsche, die Tochterkind nicht mehr behalten möchte, weil zu kindlich, für Sohnemann aber aufgrund des sehr mädchenhaften Motivs nichts ist - alles wird von ihm begutachtet und danach kommt der Satz, den ich bald schon nicht mehr hören mag:

 "Nicht wegwerfen - das brauche ich noch für meine Kinder."

Erst dachten wir ja es sei nur ein kleiner Scherz. 
Dann eine vorübergehende Phase von vielleicht ein paar Wochen. Und was macht man bei solchen Phasen? Einfach übergehen - irgendwann hat das Kind keine Lust mehr und hört von sich aus auf. 
Aber sechs Monate? Das ist dann aber eine seeeeeehr lange Phase. 
Bei manchen Dingen erlauben wir ihm momentan sie in eine Kiste im Keller zu legen - altes, intaktes Spielzeug zum Beispiel oder sein Esslerngeschirr. Dinge eben, an denen wir aufgrund einer Vielzahl von Erinnerungen hängen oder bei denen wir uns denken, dass man sie irgendwann wirklich weiter vererben kann - ob jetzt irgendwann an Sohnemanns Kinder oder aber an Kinder von Freunden, Bekannten oder Verwandten. 
Mit dieser Lösung ist er zufrieden und die anderen Dinge, die entsorgt werden müssen, weil sie einfach nicht aufbewahrt werden können, die werden momentan erst mal hinter seinem Rücken entsorgt. Wobei was heißt hinter seinem Rücken - er bekommt es nicht mit und wenn er ganz ehrlich ist, dann weiß er auch, dass wir nicht alles aufheben können, nur weil er sparsam und vorausschauend denkt. 

Was ja das schöne an solchen Phasen und Spleens ist, in einigen Jahren, wenn Sohnemann dann irgendwann wirklich Vater ist werden GöGa und ich ihn mit dieser Geschichte so richtig schön aufziehen können - und darauf freuen wir uns jetzt schon irgendwie ;-)

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