Donnerstag, 3. April 2014

[Rezension] "Grünkohlsuppen-Blues" von Eileen Schlüter

  • Taschenbuch: 278 Seiten
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
  • ISBN-10: 1494429454
  • ISBN-13: 978-1494429454


Inhalt
Eines Tages wacht Stella im Krankenhaus auf. Wie und warum sie in dieses unbequeme Krankenhausbett gelangt ist, weiß sie nicht. Sie weiß auch nicht, wieso in ihrem Krankenzimmer drei kleine Quälgeister herumtollen. Die Krankenschwester behauptet, dass die drei Jungen ihr gehören würden - aber davon müsste Stella ja wohl wissen.
Wie sich später herausstellt hatte Stella einen Unfall und leidet dadurch an Amnesie. Sie ist mit ihren Erinnerungen bei ihrem 25-jährigen Ich stehengeblieben bzw. dahin zurückgekehrt - allerdings sind mittlerweile 7 Jahre ins Land gezogen und ihr Leben hat sich sehr verändert.
Vom It-Girl zur Vollblutmutter - und wieder zurück. Denn Stella hegt nach dem Unfall alles andere als Muttergefühle für ihre drei Söhne und auch ihr Ehemann ist in ihren Augen nicht gerade das gelbe vom Ei. Wie konnte es bloß so weit kommen?
Sie war doch mit Alex verlobt und die Hochzeitsvorbereitungen liefen schon. Wie also ist sie die Frau von diesem "Fremden" geworden?
Stella macht sich auf die Suche nach Alex, ihren alten Freunden, den Gründen für diese Verwandlung und somit auch auf die Suche nach sich selbst.


Meine Meinung
Stella war mir anfangs alles andere als sympathisch. Dieses ständige Genöle ging mir schon auf den Geist.
Doch nach und nach habe ich Stella verstanden und lieben gelernt. Vielleicht auch, weil ich an stellenweise Mitleid mit ihr hatte. Schließlich wurde sie ja quasi ins kalte Wasser geschmissen. Spätestens aber, als sie nachts zum Kinderzimmer gegangen ist, ging mir das Herz auf und ich konnte Stella ihre überhebliche Art verzeihen.
Kaum aus dem Krankenhaus raus, wartet schon die schrullige Schwiegermutter auf sie und die Kinder brauchen auch die mütterliche Aufmerksamkeit - und dabei hat Stella ja alles vergessen - wirklich alles.
Kochen? Hat sie nie gelernt. Schließlich hatte sie früher genug Geld um auswärts zu essen. So kann man auch schnell mal vergessen, dass man bei der Zubereitung einer Suppe Wasser braucht.
Ich habe mich herrlich amüsiert und oftmals lachend den Kopf schütteln müssen. Aber es gab auch Situationen, in denen Stella mir unendlich leid tat. In denen ich einen dicken Kloß im Hals hatte und sie am liebsten in den Arm genommen hätte.
Interessant fand ich es natürlich auch, wie Stella denn nun ihren Ehemann kennengelernt hat und was aus ihrem früheren Verlobten geworden ist. Denn von ihrem früheren Leben und ihren früheren Freunden ist nichts ins heute mitgekommen. Als hätte es einen Schnitt gegeben...
An der Stelle, an der Stella beschließt sich auf die Suche zu begeben, konnte ich ihrem Mann allerdings nicht ganz folgen und ich glaube ich hätte es ihm auch übel genommen (Was ich auch getan habe - danach hatte er keinen Stein mehr im Brett bei mir!).
Aber das nur kurz am Rande.
Alles in allem fand ich dieses Buch, das voller lustiger, aber auch ernster Szenen - voller Liebe, aber auch Traurigkeit, Wut und Ängsten ist, sehr schön.
Ich habe mich für ein paar Stunden fallen lassen können.
Die Welt blieb draußen.
Aber nach Beenden des Buches geht die Geschichte mit mir in die Welt hinaus - denn es regt auch zum Nachdenken an. Über sich selbst, über die eigene Beziehung und auch über das Mama-sein.

Fazit
Auch mit ihrem zweiten Buch hat es die Autorin wieder geschafft mir jede Menge Lachtränen in die Augen zu treiben.
Ich habe gute Unterhaltung erwartet und wurde nicht enttäuscht und kann euch dieses Buch auch wieder nur ans Herz legen.





Vielen Dank an Eileen Schlüter für die Bereitstellung dieses Buches!

1 Kommentar:

  1. Bin stolz auf meine Tochter schönes Lustiges Buch

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