Samstag, 22. März 2014

[Rezension] "Ich versprach dir die Liebe" von Priscille Sibley

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
  • ISBN-10: 3404169425
  • ISBN-13: 978-3404169429
  • Originaltitel: The Promise of Stardust

Inhalt:
Nach einem Unfall liegt Matts Frau Elle im Koma. Eine Heilung ist ausgeschlossen, da Elle schwere Hirnverletzungen erlitten hat. Matt selbst ist Arzt und weiß also, dass seine Frau nicht zu retten ist - ebenso weiß er, dass seine Frau gegen lebensverlängernde Maßnahmen war. Doch noch bevor irgendetwas in diese Richtung unternommen wird erfährt Matt, dass Elle schwanger ist. Mit einem Mal ist ihm klar, dass er die Maschinen nicht abstellen lassen wird - und er kämpft dafür, dass sein Kind leben darf.

Meine Meinung:
Schon mit dem ersten Satz ist man direkt in den Geschehnissen dieses Buches - denn es wird direkt erwähnt, dass der Abend, von dem Matt erzählt, der letzte gemeinsame Abend mit Elle war. Man wird quasi direkt in die Geschichte hineingesogen - und nicht nur in die Geschichte von Elles Unfall, sondern auch in die Geschichte von Elle und Matt.
Matt hat Elle das erste Mal gesehen als er zwei Jahre alt war. Er habe vorher nie gesprochen - so seine Eltern - und man habe sich schon Gedanken um Matt gemacht, doch als die Nachbarin mit der wenigen Tage alten Elle aus dem Krankenhaus heimgekommen ist und Matt das kleine Baby sah, sagte er plötzlich "Peep" zu ihr. Dies war der Anfang einer langen Freundschaft, die irgendwann zur großen Liebe wurde.
"Peep" war nicht nur Matts erstes Wort zu Elle, sondern auch fortan der Kosename für Elle.
Die Beziehung von Matt und Elle war nicht immer reibungslos und es gab in den Jahren so einige Höhen und Tiefen, doch schlussendlich haben sie irgendwann den Weg zum Altar gefunden und auch über die Gründung einer Familie nachgedacht.
Aufgrund von Autoimmunproblemen war eine Schwangerschaft jedoch schwierig und Elle hat bisher keinem Kind das Leben schenken können.
Umso verbissener kämpft Matt also darum, dass die lebenserhaltenden Apparate eingeschaltet bleiben, bis das Kind im Mutterleib groß genug ist - sogar vor Gericht muss er ziehen, denn seine eigene Mutter ist gegen diese Maßnahmen und kann eine Patientenverfügung vorweisen.

Durch die Ich-Erzähler-Perspektive habe ich mich Matt sehr nahe gefühlt. Ich habe Elle fast schon vor Augen gehabt und es fiel mir an mancher Stelle schon schwer weiterzulesen, wenn Matt beschrieben hat wie schwer es ihm fällt seine Frau so zu sehen.
Andererseits gab es auch tiefe Einblicke in die Beziehung, bei denen mir das Herz aufgegangen ist oder aber ich mit ihnen getrauert habe.

Anfang fand ich es schade, dass das Buch direkt da anfängt, wo für Elle ja eigentlich alles vorbei war - in der Notaufnahme, in der sie schon nicht mehr ansprechbar war.
Doch im Nachhinein fand ich dies auch wieder sehr schön und emotional. Ich habe Elle mit Matts Augen gesehen und sie so kennengelernt wie er sie gesehen hat.

Fazit:
Ein emotionales Buch, bei dem reichlich Tränen geflossen sind.
Eine Geschichte, die immer in meinem Herzen bleiben wird und auch einige neue Gedankenansätze aufgeworfen hat - ab wann fängt das Leben eigentlich an? Welches Recht hat Vorrang - das Recht auf einen friedlichen Tod oder das Recht auf Leben? Und wie hätte ich wohl entschieden?




Mein Dank geht an den Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars.

1 Kommentar:

  1. Vielen dank für die tolle Rezension! Das Buch steht auch auf meiner Wunschliste!
    lg Sonja

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