Mittwoch, 16. Oktober 2013

"Lavendel gegen Ameisen" von Leenders/Bay/Leenders


  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo
  • ISBN-10: 3499258366
  • ISBN-13: 978-3499258367


Inhalt
In der Gärtnerei Welbers wird morgens ein toter Mann gefunden.
Schnell stellt sich heraus, dass der Tote der Richter Landmann ist und scheinbar wurde er im Affekt erschlagen.
Landmann galt als ein sehr strenger Richter mit klaren Linien. Seine Urteile machten ihm nicht nur Freunde.

Kommissar Helmut Toppe, der sich auch nach einigen Jahren am Niederrhein noch immer nicht so richtig heimisch fühlt, übernimmt den Fall, der zur Bewährungsprobe für ihn wird. Denn Toppes Vorgesetzter ist mit dessen Vorgehensweise nicht einverstanden und ist auch schon kurz davor den Fall einem anderen zu übergeben, als sich das Blatt wendet.


Meine Meinung
"Lavendel gegen Ameisen" ist der erste Fall für Kommissar Toppe und der Auftakt einer mehrteiligen Krimireihe.
Toppe und seine Mitarbeiter werden nach und nach vorgestellt und man bekommt auch schnell mit, wer mit wem kann und wer eher gemieden wird. Sehr gefallen hat mir, dass die Autoren hier auch den niederrheinischen Dialekt mit hereingebracht haben und diesen nicht übersetzt haben - denn Toppe kommt noch immer nicht mit diesem Dialekt klar, obgleich er schon seit einigen Jahren im Kreis Kleve wohnt. So hat man direkt etwas mit Toppe gemeinsam (sofern man nicht vom Niederrhein kommt) und die Sympathien zum Protagonisten wachsen.
Helmut Toppe bleibt den Lesern auch schon deshalb nicht fremd und man baut eine gewisse Beziehung zu ihm auf, da man Einblicke in das Familienleben der Familie Toppe erhält.
Probleme mit dem Schwiegervater, kleinere Streitereien mit der Ehefrau, der Hausbau und die anstehende Kommunion, des jüngeren Sohnes, über die gesprochen werden müsste, was Toppe aber eigentlich gar nicht möchte.... So wird aus dem Ermittler schnell ein Mann mit Hintergrund - ein Mann mit Ecken und Kanten und Toppe ist im Gegensatz zu so manchem TV-Ermittler nicht unfehlbar - auch dies erfährt man durch diese privaten Einblicke.
Ebenfalls sehr gefallen hat mir auch die Einsicht in die Ermittlungsarbeiten. Welcher Verwaltungsaufwand auf die Ermittler zukommt, ist mir erst so richtig mit diesem Buch bewusst geworden. Sie versuchen nicht nur den   Mordfall an dem Richter Landmann aufzuklären, sondern so mancher bürokratischer Schriftkram muss auch noch erledigt werden.
Dennoch wird es auf keiner Seite langweilig.
Wer der Täter war, darauf bin ich nicht so schnell gekommen. Zwar hat man gewisse Vorahnungen, doch durch andere Indizien oder Beweise verwirft man die Idee doch schnell wieder und hat einen anderen Beschuldigten im Blickfeld.

Fazit
Nicht nur für Niederrheiner ein toller und spannender Krimi.
Auch wenn der Fall Landmann am Ende abgeschlossen ist, möchte man doch wissen, wie es im Leben von Kommissar Toppe weitergeht.
Die 4 von 5 Bücherwürmchen vergebe ich im Hinblick darauf, dass die Reihe weitergeht und ich mir nach oben hin ein wenig Spielraum lassen möchte.




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