Montag, 29. Juli 2013

"Alles ohne Lena" von Stefan Boonen

  • Broschiert: 123 Seiten
  • Verlag: Oetinger Taschenbuch
  • ISBN-10: 3841501249
  • ISBN-13: 978-3841501240
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Originaltitel: 100% Lena



Inhalt
Eigentlich fängt der Tag für Bas an wie alle anderen auch - aufstehen, frühstücken, losgehen und in der Schule der übliche Ärger mit einem bestimmten Klassenkameraden. Doch dann erreicht ihn die Nachricht, dass seine ältere Schwester Lena sich das Leben genommen hat.
Und dabei hat er doch noch nach dem Frühstück mit ihr gesprochen.
Das kann nicht sein.
Wie soll es weitergehen? Ohne Lena - nur mit Mama und Papa? 

Meine Meinung
Die Geschichte wird aus der Sicht von Bas erzählt. Somit erfährt man alles über seine Gefühlswelt, die auf den Kopf gestellt wird, nachdem er von Lenas Tod erfährt.
Anfangs scheint Bas recht nüchtern damit umzugehen. Er weint kaum - dafür weint man als Leser quasi für Bas mit.
Der Alltag ohne Lena fällt der gesamten Familie sehr schwer. 
Das Schweigen wiegt schwer.
Bas geht immer öfter zum Nachbarn um mit dessen alten Hund Gassi zu gehen. Dabei kann er nachdenken - über Lena und die Geheimnisse, die sie ihm anvertraut hat. Über das Geschwisterleben. Darüber, wie sehr er sie vermisst.
Er vermisst sie so sehr, dass er sogar die Streitereien mit  ihr vermisst - und schon wieder kullern einem als Leser dicke Tränen aus den Augen.
Mit der Zeit verändert sich Bas. Seine Freundschaft zu Tristan verändert sich. Denn dieser kann die Gefühle seines Freundes nur schwer verstehen. 
Dafür freundet Bas sich mit einem anderen Mädchen an, das einen ähnlichen Schicksalsschlag hinter sich gebracht hat und sie reden viel miteinander, was Bas zu helfen scheint.
Sein gesamtes Leben verändert sich und doch bleibt es irgendwie gleich - nur halt alles ohne Lena.
Das Ende ist recht offen gehalten und es bleiben Fragen offen - bei vielen Büchern würde ich dies als Kritikpunkt werten. Doch hier passt es. Schließlich bleiben diese Fragen nicht nur für den Leser, sondern auch für Bas offen.
Wieso hat Lena sich das Leben genommen? Diese Frage wird für den Leser nicht genau geklärt - aber eben auch nicht für Bas, denn nur Lena hätte darauf eine Antwort geben können.
Und wie geht es weiter? Auch diese Frage kann nicht beantwortet werden - schließlich weiß Bas es selbst noch nicht.
Es wird weitergehen. Es muss weitergehen. Schließlich bleibt die Zeit nicht stehen, wenn eine geliebte Person von uns geht. Man muss lernen ohne diese Person weiterzuleben.

Fazit
Ein Buch voller Gefühle, das sicherlich auch für Kinder und Jugendliche geeignet ist, die einen Menschen verloren haben.
Eindrucksvoll und doch einfach geschrieben.
Es geht mitten ins Herz und beschäftigt einen für lange Zeit.



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