Mittwoch, 24. April 2013

Buch-Film-Vergleich - "Gefährten"

Die Fakten: 
Das Buch im Carlsen Verlag erschienen, umfasst 176 Seiten und wird  für die Altersklasse zwischen 12 und 16 Jahren empfohlen.

Der Film ist laut FSK freigegeben ab 12 Jahren, er hat eine Spieldauer von 141 Minuten, die Regie hat Steven Spielberg geführt und besetzt wurde der Film u.a. mit Emily Watson, Peter Mullan und Jeremy Irvine.

Die Story:
Alberts Familie lebt auf einem kleinen englischen Bauernhof.
Eines Tages kauft sein Vater ein Pferd, das eigentlich für die Arbeiten auf einem Bauernhof gänzlich ungeeignet ist.
Albert macht es sich zur Aufgabe das Pferd, das er Joey nennt, für die Arbeiten auszubilden und es entsteht eine tiefe Verbundenheit zwischen den beiden.
Als der Erste Weltkrieg ausbricht und Alberts Vater nicht mehr genug Geld für die Hofpacht aufbringen kann, entschließt er sich Joey an die Armee zu verkaufen.
Joey kommt also als Armeepferd nach Frankreich und Albert, der noch zu jung für die Armee ist, muss ohne seinen Freund in England zurückbleiben.
Während der Zeit in Frankreich bekommt Joey vielerlei grausame Bilder zu sehen, aber er lernt auch gute, warmherzige Menschen dort kennen.
Und auch Albert bleibt dem Kriegsgeschehen in Frankreich nicht fern...

Meine Meinung zu Buch und Film:
Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und hat von mir 4 von 5 Bücherwürmchen bekommen - meine Meinung dazu könnt ihr *hier* nachlesen.
Das Buch ist aus der Sicht von Joey geschrieben und hier haben wir auch schon den ersten Unterschied zum Film.
Natürlich war mir klar, dass der Film nicht 1:1 mit dem Buch übereinstimmen würde - ein sprechendes Pferd im Film.... von Mr. Ed haben wir uns ja schließlich schon lange verabschiedet...
Aber schon am Anfang haben mir einige Sachen gefehlt/mich gestört - die alte Stute Zoey beispielsweise, die es dem Neuankömmling Joey auf dem Bauernhof ein wenig leichter macht.
Der Kavallerist Warren fehlte ebenfalls gänzlich.
Hinzugedichtet wurden im Film allerdings zwei deutsche Brüder, deren Schicksal mich zwar sehr berührte, aber abgesehen davon, dass diese Szenen zeigten, dass auch Kinder im Krieg als Soldaten beteiligt waren, weil es die Väter u.a. stolz gemacht hat oder weil sie ein "falsches" Ehrgefühl hatten, fand ich diese doch für die Geschichte um das Pferd Joey nicht wichtig...
Auch das Ende... ich fand das Ende aus dem Buch schöner.
Mehr kann ich an dieser Stelle aufgrund von Spoilergefahr nicht sagen.

Alles in allem würde ich dem Film eher 3 von 5 Bücherwürmchen/Sternen geben.
Er war nicht schlecht, aber im Vergleich zum Buch verliert er bei mir. Auch die Verbundenheit zwischen Joey und Albert kam m. E. im Film nicht so schön rüber, wie im Buch. Mir fehlte da etwas...
Ich würde auch eher das Buch ein zweites Mal lesen, als dass ich den Film noch mal schauen würde.

GöGa, der mal wieder nur den Film kannte und das Buch nicht, fand den Film übrigens überhaupt gar nicht gut.
Bei ihm würde der Film mit 2 Sternen sogar noch schlechter abschneiden.

Fazit:
Das Buch empfehle ich definitiv weiter.
Den Film kann ich nur begrenzt weiter empfehlen - wer das Buch schon kennt, sollte in diesem Fall die Finger vom Film lassen.

1 Kommentar:

  1. Hey,
    gerade gesehen dass du mir bei Twitter folgst :) Ich finde es toll, dass man so neue Blogs entdeckt und lese nun bei dir mit!
    Wir sind beide KiBuLos ;) Wie schön!

    Alles Liebe,
    Lesegiraffe

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