Dienstag, 30. Oktober 2012

[kurz & knapp] "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Krüger Verlag
ISBN-10: 3810510793
ISBN-13: 978-3810510792



Inhalt:
Eines Tage erhält Harold einen Brief von seiner früheren Arbeitskollegin Queenie Hennessy, in dem die erschütternde Nachricht steht, dass Queenie an Krebs erkrankt ist und mittlerweile im Hospiz liegt.

Harold schreibt umgehend eine Antwort und will diesen Brief noch am gleichen Tag zum Briefkasten bringen - jedoch läuft er an jedem Briefkasten mit den verschiedensten Begründungen vorbei und schlussendlich fasst er in einer Telefonzelle den spontanen Entschluss von Südengland aus bis zur schottisch-britischen Grenze zu laufen und teilt dies einer Mitarbeiterin des Hospiz mit, in dem Queenie liegt - mit der Bitte dies an Queenie weiterzuleiten und ihr auch auszurichten sie solle durchhalten, bis er angekommen ist.

Meine Meinung:
Harolds Reise, die über 1.000 km Länge umfasst und 87 Tage dauert, bringt viele Emotionen mit sich. Harold fängt an seine Vergangenheit zu reflektieren und auch seine Frau Maureen geht während Harolds Abwesenheit in sich.

Ich fand es sehr spannend und interessant zu sehen, wie sich die Eheleute während dieser 87 Tage verändern. Beide verarbeiten in dieser Zeit einen schweren Schicksalsschlag und beide erkennen, dass nicht nur der andere Schuld an so manchen vergangenen streitursächlichen Geschehnissen ist und gerade Maureen fasst am Ende einen wichtigen Entschluss.

Harolds Reise quer durch England brachte ihn, der eigentlich immer ein Einzelgänger war, mit vielen anderen Personen in Kontakt und er erfuhr, dass jeder eine mehr oder minder große Last zu tragen hat. Diese Erkenntnis gab sicherlich auch den Anstoß dafür, sein Leben und sein Handeln zu reflektieren (und mal ganz ehrlich - während eines solch langen Pilgermarsches hat man ja auch mehr als genug Zeit um über so manche Dinge intensiv zu sinnieren).

Dieses Buch hat mich zum weinen, lachen und zum nachdenken gebracht - mit jedem Kapitel kamen andere Emotionen hoch und ich fühlte mich mit Harold sehr verbunden. Nachdem ich die Buchdeckel geschlossen habe, war Harold noch lange nicht weg und bis heute gibt es Situationen, in denen ich an Harold denken muss!

Fazit:
Ein wundervolles Buch, das einen wie gesagt zum lachen, weinen und nachdenken bringt. Es ist ein Buch über Liebe, Freundschaft und auch Vergebung, über Freude, Trauer und diverse Probleme. Es ist eines dieser Must-Have-Bücher, die man im Bücherregal stehen haben sollte (und natürlich auch gelesen haben sollte)!

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